Studium und Behinderung

Informationen zum Nachteilsausgleich für eine Behinderung
im Studium und im BAföG

Studienleistungen

Führt eine Behinderung bei der Absolvierung von Studienleistungen und Prüfungen zu Nachteilen, können Abwandlungen der geforderten Leistungen beantragt werden. Die Modifikation ist das Erbringen von Prüfungs- und Studienleistungen in einer anderen als der vorgesehenen Form (z.B. schriftlich statt mündlich oder umgekehrt, Prüfung in gesondertem Raum, Verlängerung von Bearbeitungszeiten Haus- und Abschlussarbeiten, Klausuren, …) Je nach Art der gesundheitlichen Einschränkung muss im konkreten Fall geklärt werden, welche Abwandlung angemessen ist. Als Nachweis für das Handicap gilt ein ärztliches Attest, welches mögliche Modifikationen beschreiben sollte.

Gemäß geltendem Hochschulgesetz und Prüfungsordnungen der Europa Universität Flensburg ist für die Beantragung und Genehmingung von notwendigen Nachteilsausgleichen der zuständige Prüfungsausschuss verantwortlich. Eine rechtzeitige Klärung ist notwendig. Nach erbrachter Leistung kann keine Anerkennung mehr erfolgen. Studierende mit einer Behinderung können wiederkehrende Nachteilsausgleiche bei Studienleistungen ebenfalls über diesen Weg klären und an der EUF besteht die Möglichkeit sich vorrangig in Seminare einzutragen. Zum Vorgehen bitte die Informationen der Homepage der EUF beachten Seitennr. 12329

Bei Fragen zum Studium mit Behinderung nutze das Beratungsangebot. Die Beratung unterliegt der Schweigepflicht.

BAföG

Studierende mit einer Behinderung haben im BAföG Anspruch auf:

Freibeträge beim Einkommen der Eltern und des Ehegatten

Freibeträge bei Einkommen und Vermögen des Auszubildenden

Förderung über die Förderungshöchstdauer hinaus

Bei der Einkommensberechnung der Eltern und des Ehegatten werden zusätzliche Freibeträge berücksichtigt. Dies gilt auch bei Einkünften des Auszubildenden neben dem BAföG und beim Vermögen des Auszubildenden. In Zusammenhang mit einer Behinderung werden auch Behinderungen von Angehörigen, Eltern, Ehegatten und anderen unterhaltsberechtigten Familienmitgliedern, berücksichtigt. Diese Handicaps vermindern das anzurechnende Einkommen in gleicher Weise, wie eine Behinderung des Auszubildenden.

Wird die Förderungshöchstdauer bedingt durch die Einschränkungen durch eine anerkannte Behinderung überschritten wird für eine angemessene Zeit über die Förderungshöchstdauer hinaus gefördert. Hierbei erfolgt die Zahlung in Folge einer Behinderung als Vollzuschuss ohne Rückzahlungsverpflichtung.

Eine komplette studierunfähigkeit durch Krankheit darf 3 Monate nicht überschreiten. Bei längeren Ausfallzeiten muss ein Urlaubssemester beantragt werden. Dies ist dem BAföG Amt mitzuteilen. Während des Urlaubssemesters erfolgt keine Förderung nach BAföG. Es können Leistungen des ALG II bei der ARGE beantragt werden.

Bei Fragen zum Studium mit Behinderung nutze das Beratungsangebot zum Studieren mit gesundheitlichen Handicaps der StuBS (StudentInnen Beratung BAföG & Soziales) des AStA der Uni StuBS Zeiten und Kontakt.

Die Beratung kann anonym durchgeführt werden und unterliegt der Schweigepflicht.

Die Beratungen sind einführende Informationen und ersetzen keine rechtliche Beratung durch einen Anwalt.

Informationen zum Studieren mit Behinderung und StuBS Beratungszeiten als pdf.

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Informationen zu sozialen Belangen findet ihr auch im StuBS Sozialinfo.