Chronische Erkrankung und Studium

Informationen zum Nachteilsausgleich für chronische Erkrankungen im Studium und im BAföG

Studienleistungen

Führt eine chronische Erkrankung bei der Absolvierung von Studienleistungen und Prüfungen zu Nachteilen, können Abwandlungen der geforderten Leistungen beantragt werden. Das Erbringen von Leistungen in einer anderen als der vorgesehenen Form, kann z. B. die Verlängerung der Bearbeitungszeiten bei Haus- oder Abschlussarbeiten sein, mündlich statt schriftlich oder Prüfung in gesondertem Raum. Je nach Art der Einschränkung muss die Abwandlung angemessen sein.

Für die Beantragung eines Nachteilsausgleiches bei Prüfungen ist der zuständige Prüfungsausschuss verantwortlich. Studierende mit einer chronischen Erkrankung können wiederkehrende Nachteilsausgleiche bei Studienleistungen ebenfalls über diesen Weg klären und an der EUF besteht die Möglichkeit sich vorrangig in Seminare einzutragen. Zum Vorgehen bitte die Informationen der Homepage der EUF beachten Seitennr. 12329

BAföG

Eine chronische Erkrankung während des Studiums kann  zu einer eingeschränkten Studierfähigkeit führen, das heißt dass Leistungen nur eingeschränkt erbracht werden können. Für eine Verzögerung des Studiums kann hier für eine 'angemessene Zeit' auf Antrag mit entsprechenden Nachweisen aus schwerwiegenden Gründen eine

Förderung über die Förderungshöchstdauer hinaus

erfolgen. Dies gilt auch, wenn aufgrund einer akuten Erkrankung ein Prüfungstermin nicht wahrgenommen werden kann.

Ausfallzeiten durch Krankheit, in denen gar nicht studiert werden kann, dürfen den Zeitraum von 3 Monaten nicht überschreiten. Der Monat in dem das Ereignis eintritt wird hierbei nicht mitgezählt. Für längere Ausfallzeiten, muss ein Urlaubssemester beantragt werden. Dies ist dem BAföG Amt mitzuteilen.

Zu beachten: Im Urlaubssemester besteht kein Anspruch auf BAföG. Wird ein Urlaubssemester während des laufenden Semesters genommen und es wurden schon BAföG Zahlungen empfangen, sind diese unmittelbar zurückzuzahlen, da im gesamten Urlaubssemester kein Anspruch auf BAföG besteht. Im Urlaubssemester besteht die Möglichkeit ALG II Leistungen zu beantragen.

Führt eine chronische Erkrankung bei der Absolvierung von Studienleistungen und Prüfungen zu Nachteilen, ist im Hochschulgesetz ein Anspruch auf  Nachteilsausgleich vorgesehen. In diesem Zusammenhang sollte als erstes der Kontakt zum zuständigen Dozenten gesucht werden. Für die formale Beantragung eines Nachteilsausgleiches ist im Hochschulgesetz das zuständige Prüfungsamt oder der zuständige Prüfungsausschuss vorgesehen. In der Praxis oder in Prüfungsordnungen können hiervon abweichende Regelungen vorgesehen sein. Eine rechtzeitige Klärung und eine frühzeitige Antragstellung sind in jedem Fall notwendig. Nach erbrachter Leistung kann keine Anerkennung eines Nachteilsausgleiches mehr erfolgen.

Bei Fragen zum Studium mit chronischer Erkrankung nutze das Beratungsangebot zum Studiern mit gesundheitlichen Handicaps der StuBS (StudentInnen Beratung BAföG & Soziales des AStA der Uni) StuBS Zeiten & Kontakt.

Die Beratung unterliegt der Schweigepflicht.

Informationen zu chronischer Erkrankung und Studium und StuBS Beratungszeiten als pdf.