Das neue ABC der Hochschulpolitik - Reaktion der Flensburger ASten zum Gastbeitrag von Werner Reinhart im Flensburger Tageblatt

Gemeinsame Pressemitteilung der Flensburger Hochschul-ASten

Die beiden ASten auf dem Flensburger Hochschulcampus positionieren sich im Folgenden zum Gastbeitrag des Präsidenten der Europa-Universität Flensburg (EUF) und Vorsitzenden der Landes-Rektoren-Konferenz SH, Prof. Dr. Werner Reinhart im Schleswig-Holsteinischen-Zeitungsverlag. Dieser wurde am 15.12.15 im Bereich Schleswig-Holstein/Hamburg abgedruckt. In diesem Zusammenhang sehen wir es als angemessen an, dass die nachstehende Pressemitteilung der beiden ASten ebenso wie der Gastbeitrag platziert wird.

Flensburger ASten Reaktion zum Gastbeitrag von Werner Reinhart

In Rückbezug auf die zuletzt veröffentlichten Stellungnahmen seitens der Landes-Rektoren-Konferenz sowie dessen Vorsitzenden erklärt Florian Scheithauer, Finanzvorstand FH FL: „Die zuletzt bekanntgegebenen Änderungsanträge der Regierungskoalitionen befürworten wir als ASten  ausdrücklich, da sie unseres Erachtens die Diskussionen vieler abgehörten Statusgruppen zum HSG durchaus weidergeben und berücksichtigen. Wir weisen entscheidend darauf hin, dass die Hochschulen in SH nun endlich einen Schritt in Richtung einer modernen und selbstbestimmten Struktur gehen und somit eine deutliche Abgrenzung zum veralteten System der 70er Jahre schaffen.“

Diesbezüglich erläutert Paul Weber, AStA Vorsitzender der EUF: „Insbesondere begrüßen wir als ASten die Aufnahme einer Formulierung zur Abschaffung der physischen Anwesenheitspflicht in Vorlesungen und Seminaren. Seitdem bekannt wurde, dass eine Novellierung des HSG erfolgen soll, war die Einschränkung der Präsenzpflichten eine der zentralen Forderungen der landesweiten ASten. Im Übrigen weisen wir die Feststellungen von Werner Reinhart in seinem Gastbeitrag entscheidend zurück! Die dort vorgebrachten Ansichten zur Einschränkung der Anwesenheitspflichten entsprechen unserer Ansicht nach nicht den vorgeschlagenen Änderungen der Regierungskoalition. Wir weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Praktika, Exkursionen, praktische Übungen, Sprachkurse oder vergleichbare Veranstaltungen von ebendieser Aussetzung der Anwesenheitspflicht nicht betroffen sind. Demnach sehen wir die vorgebrachte Argumentation seitens Herrn Reinhart als hinfällig an. Die Aussetzung nach NRW Vorbild hat für die Studierenden wesentliche Verbesserungen der Lehrsituation an den Hochschulen zur Folge: Verbesserte Familienfreundlichkeit, eindeutigere Regelung der Prüfungsleistungen sowie eine direkte Verbesserung der Lehre durch die Dozierenden, da nunmehr Anreize für eine attraktive und abwechslungsreiche Vermittlung der Lehre geschaffen werden!“

Darüber hinaus fügt Robert Erbrich, AStA Vorsitzender FH FL, hinzu: „Mit der Einführung eines erweiterten Senats wird die Hochschulstruktur in Schleswig-Holstein wieder ein Stück gleichgestellter und demokratischer! Entgegen der Landes-Rektoren-Konferenz sind wir der Meinung, dass die Argumentation von zusätzlichen bürokratischen Hürden nicht als Bewertungskriterium dieses basisdemokratischen Gremiums herangezogen werden kann. Im Gegenteil: Es schafft eine wichtige Weisungsfunktion und bildet eine starke Repräsentation aller Statusgruppen der Hochschulen. Im Übrigen sind wir weiterhin der Auffassung, dass die Implementierung des erweiterten Senats nur ein Zwischenschritt zur paritätischen Besetzung aller Hochschulgremien sein kann!“

AStA der Fachhochschule Flensburg (FH FL)    AStA der Europa-Universität Flensburg (EUF)

Robert Erbrich, Vorsitzender                                Paul Jakob Weber, Vorsitzender
Marcel Großkopf, Vorsitzender                            Henning Evers, stellv. Vorsitzender
Florian Scheithauer, Finanzvorstand                   Kamala Johanna Muley, Finanzvorstand