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Panorama-Tour - Neuer Campus (2002)

Das Wintersemester 2002/2003 brachte den Beginn der Nutzung des neuen Hauptgebäudes der Universität Flensburg auf dem Campus am Sandberg, nachdem zuvor das alte Gebäude an der Mürwiker Straße aufgegeben worden war. Mit Beginn der Nutzung hat ein Mitarbeiter des ZIMT Panorama-Touren an ausgewählten Orten des Geländes und Gebäudes erstellt. Die nachfolgenden Bilder sind diesen eindrucksvollen Panorama-Touren entnommen.

Wir erleben einen Rundgang an der neuen Uni, Auf dem Campus, der uns die zentralen Gebäude aus verschiedenen Perspektiven zeigt:

Hauptgebäude: Panorama Panoramablick auf das neue Hochschulgebäude, Richtung Norden. Zum Zeitpunkt der Aufnahme, im Sommer 2002, endete der Weg an einem grünen Hügel (im Vordergrund). Dieser ist inzwischen abgetragen, es sind Wege und eine kleiner See angelegt. Um den See führt ein Rundweg mit einer Länge von knapp 600 Metern. Die Büros der Studierendenschaft und des AStA befinden sich im Erdgeschoss in der rechten Hälfte des Gebäudes.
 

Hauptgebäude der Uni auf dem Campus
 

Zentrale Hochschulbibliothek

Die Zentrale Hochschulbibliothek (ZHB) nahm ihren Betrieb 1997 auf und beherbergt die Literatur für beide Flensburger Hochschulen, FH und Uni. Rechts, außerhalb des Bildes, schließt das Hauptgebäude an, links, außerhalb des Bildes, liegen Audimax und Mensa. Das Gebäude "schwimmt" mit der Eleganz eines Passagierdampfers durch die Hügellandschaft am Campus.
 

Zentrale Hochschulbibliothek, betrachtet von einem Hügel im Süden
 

Mensa und Audimax

Mensa und Audimax, Blick von Süden in Richtung Norden. Die Mensa des Studentenwerkes Schleswig-Holstein versorgt Fachhochschule und Universität. Sie wurde im März 2002 eröffnet. Das Audimax wurde im Herbst 2002 eröffnet und enthält als Hörsaalzentrum drei Hörsäle. Im Hintergrund sind drei Wohnblöcke an der Schulze-Delitsch-Straße zu sehen, rechts der Schornstein der Stadtwerke Flensburg.
 

Mensa und Audimax
 

Audimax - Hörsaalzentrum

Das Audimax bzw. das Hörsaalzentrum, von der ZHB betrachtet. Das Hörsaalzentrum enthält das Audimax und zwei Hörsale. Das Audimax läuft spitz auf die Ecke des Gebäudes zu (im Bild rechts), während die zwei Hörsäle dahinter bzw. darüber angeordnet sind. Die ursprüngliche Planung zielte auf einen sehr großen Hörsaal ab. Der Plan wurde aufgegeben, und der hintere Bereich dieses großen Saals wurde abgetrennt, so dass dabei zwei kleinere Hörsäle entstanden. Als Folge hat das Audimax eine Kapazität von nur 250 Sitzplätzen, nur knapp mehr als der Große Hörsaal im alten Gebäude. Er eignet sich bei inzwischen 4.000 Studierenden an der Uni wenig für Vollversammlungen der Studierendenschaft. In seiner ursprünglichen Planung hätte das Audimax als ein Saal ca. 600 Plätze gehabt. Allerdings gibt es keine Veranstaltungen mit dieser Teilnehmerzahl. Für solche Fälle bieten nur die Tribünen der Campushalle ausreichend Plätze.
 

Audimax- Hörsaalzentrum
 

Zentrale Hochschulbibliothek

Die Bibliothek in Nahaufnahme. Sehr gut zu sehen ist die archtektonische Gestaltung, deren Neigung wie ein Schiffssteven anmutet. Abgerundet wäre das Bild, wenn es noch ganz viel Geld gäbe, um den Bücherbestand und die Systematik auf ein wissenschaftlich adäquates Maß zu bringen. Dann würden auch längere Öffnungszeiten das Arbeiten vor Ort unterstützen.
 

Zentrale Hochschulbibliothek - Nahaufnahme
 

Hauptgebäude: Kreisel

Das Hochschulgebäude zeigt seine grauglänzende Westseite. Im Vordergrund ist der Kreisel, welcher der Buslinie 5 als Endstation "Campus" dient. Das obere 6. Stockwerk des Gebäudes machen u. a. die KünstlerInnen unsicher, welche das Abendlicht der untergehenden Sonne für Atelierarbeiten zu schätzen wissen. Extrem verboten ist selbstverständlich alles, was das Leben im Gebäude verschönert und erheitert, z. B. das Bemalen grauen Betons im Gebäude.
 

Hauptgebäude - Westseite und Kreisel
 

Hauptgebäude: Eingang

Der Haupteingang des Hauptgebäudes liegt immer im Schatten, weil er auf der Nordseite des Gebäudes liegt. Das schützt die Raucher vor dem Eingang zwar vor dem Hitzetod nicht aber vor den Winden, die von Westen am Gebäude entlangfegen. Das Design des Eingangs verheißt, dass die technische Ausstattung des Gebäudes auf dem Stand der Jahrtausendwende ist. Obwohl die Parkplätze großzügig und einladend wirken, gibt es davon zu wenige. Die DozentInnen haben sich daher einige absperren lassen.
 

Hauptgebäude - Haupteingang
 

Danksagung

Damit endet unser Gang über den neuen Campus auf dem Sandberg. Die Panorama-Touren haben noch mehr zu bieten, weitere Einblicke sind möglich. Wir danken dem ZIMT, insbesondere Christian und Helge! >>

Die Darstellung hat für sich entlarvt, dass das neue Gebäude - im Gegensatz zum alten an der Mürwiker Straße - noch keine Geschichte hat, die man erzählen könnte. Die Geschichte "wie der Architekt am Hauptgebäude 1 bis 2 Millionen sparte und so berühmt wurde", ist weder lustig noch spannend, höchstens ärgerlich, weil einiges in dem scheinbar großen Gebäude sehr eng geraten ist. Der Aufenthalt von Menschen außerhalb von Seminaren ist nicht vorgesehen, studentisches Leben ist auf den Dreiklang "Parkplatz-Seminarraum-Mensa" verwiesen. Das wird sich in nächster Zeit im kleinen Rahmen ändern.

Raumnot

Angesichts der Studierendenzahl im neuen Hauptgebäude auf dem Sandberg wird das alte Gebäude vermisst. Im Dezember 1997 streikten Studierende der Uni eine Woche "aus Solidarität mit den bundesweiten Streiks". Platzprobleme waren damals, bei knapp 2.000 Studierenden nicht spürbar. Heute, im November 2004, sind es 4.000 Studierende, die Unterfinanzierung des Hochschulwesens hat Flensburg erreicht: die Räume im neuen Gebäude auf dem Campus reichen nicht aus, und das alte Gebäude ist nicht mehr.

 

 

"PH-Erweiterung"?

Die ursprüngliche Planung für den Campus beinhaltete 1991 neben dem in 2002 bezogenen "1. Abschnitt" einen weiteren Bauabschnitt, genannt "PH-Erweiterung", d. h. die Erweiterung der damaligen Pädagogischen Hochschule. Dieser Bauabschnitt ist bis heute nicht realisiert, der Bereich des Campus ist brachliegendes Gelände.
 

1991 - Planung des Campus
 

Vergleich 1991 zu 2002

Die Grafik erschien am 14. März 1991 im Flensburger Tageblatt. Sie zeigt ein ehrgeiziges Bauvorhaben. Weite Teile wurden verwirklicht, darunter der neue Bereich der FH, die gemeinsame Bibliothek sowie Mensa und Hörsaalzentrum. Parallel wurde für den Campus eine Sporthalle, die sogenannte "Campushalle" fertiggestellt. Der Fertigstellung des "1. Abschnittes" der PH folgte bisher keine "PH-Erweiterung". Die Erweiterung nahe der FH ist heute der Parkplatz für die Campushalle, neben dem sich das Verwaltungsgebäude der Universität befindet. Die Erweiterung nahe der Osttangente wäre eine Ergänzung zum wuchtigen "1. Abschnitt", der das Gelände abschließen würde.

Von weiteren Bauvorhaben bzw. Studiengängen redet derzeit niemand. Dabei könnte alles so einfach sein: Es gibt genügend Arbeitskräfte und Baustoffe sowie Firmen ohne Aufträge und nahe der Pleite. Wäre es nicht sinnvoll, dass erwerbslose HandwerkerInnen mit den Baustoffen die "PH-Erweiterung" bauen, in der dann erwerbslose AkademikerInnen Forschung und Lehre betreiben? Alles ist im Überfluss vorhanden, nur ein von Menschen geschaffenes Ding wird knapp gehalten: Das Geld.

 

* 2 0 0 5  Die Uni auf dem Campus am Flensburger Sandberg

Im Jahre 2005 scheint die Begrünung des Campus am Sandberg weitgehend abgeschlossen. Es fehlt ein ursprünglich in der Planung vorgesehener Sportplatz sowie der Bauabschnitt längsseits der Flensburger Osttangente. Das Bild verdeutlicht, welche Fläche der graue Parkplatz vor dem Hauptgebäude der Uni versiegelt hat. Ein Stadtplaner bezeichnete diese Flächenversiegelung einst als "Stadtplanung der 1970er Jahre".

Das Luftbild des Campus ohne die FH (am linken Bildrand)     (c) Google
Campus in grüner "See". - Map by Google 2007

 

* 2 0 0 9

Östlich des Hauptgebäudes erfolgte am 14.10.2009 die Grundsteinlegung für einen Neubau, der ein Seminar- und Bürogebäude werden soll. Das neue Universitätsgebäude wird Hörsäle in verschiedenen Größen, Seminarräume, Büroräume für die Verwaltung sowie eine Cafeteria beherbergen.
Das Gebäude wird im Rahmen einer Öffentlich-Privaten-Partnerschaft (ÖPP) gebaut und soll im Herbst 2010 fertiggestellt sein.